Bonn (DMK) –Wie in jedem Jahr gilt es dem Mais einen optimalen Start zu bieten. Das schafft die Grundlage für hohe Erträge im Herbst. Das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) gibt eine Übersicht über die relevanten Parameter für eine erfolgreiche Aussaat und sicheren Feldaufgang:
Bodentemperatur: mindestens 8 °C mit steigender Tendenz
Wetterprognose: Nach der Saat sollten keine Kälteeinbrüche vorhergesagt sein
Saatbett: Feinkrümeliger Boden für den Bodenanschluss und mögliche Erwärmung
Staunässe vermeiden: Eine gute Sauerstoffversorgung fördert die Keimung und das Wachstum
Vogelschutz: Wenn möglich, gebeiztes Saatgut zur Vogelvergrämung verwenden
Temperaturprognose und Bodenfrostrisiko
Wer früh sät sollte sicher sein, dass nach der Saat keine Nachtfröste auftreten. Die Bodentemperatur (> 8°C) ist entscheidend. Zudem sollte eine weitere Erwärmung nach der Saat vorhergesagt sein. Wenn es Flächengröße und Betriebsabläufe zulassen, wird sich Geduld auszahlen. Ein Anfang Mai gelegter Mais kann Bestände einholen, die bei zu niedrigen Temperaturen im April gelegt wurden, da er zügiger aufläuft und weniger Stressphasen durchlebt.
Bodenfeuchte und Keimbedingungen
Das Zusammenspiel von Wärme und Wasser ist entscheidend für einen sicheren Feldaufgang. In Bezug auf die Wasserversorgung zeigt sich, dass bundesweit die nutzbare Feldkapazität (nFK) im Oberboden meist auf einem hohen Niveau (80-100 %) liegt. Dies sichert das notwendige Quellwasser für das Saatgut. Regional gibt es jedoch Unterschiede. Auf leichten Standorten mit einer aktuellen nFK von unter 60 % ist die Wasserversorgung angespannt. Der Unterboden ist in ganz Deutschland derzeit eher trocken bis sehr trocken.
Schutz vor Vogelfraß
Vogelfraß ist in vielen Regionen bereits ein großer Faktor und gewinnt weiterhin an Bedeutung. Dort wo sich Krähen und Co. niedergelassen haben ist ein Beizschutz mit einem Vogelrepellent für einen erfolgreichen Maisanbau essenziell.
Risikomanagement für die Praxis
Werden die oben genannten Aspekte beachtet, wird das Risiko der Ertragsverluste verringert. Das Saatgut keimt zügig und die Chance Auflaufkrankheiten und Vogelfraß davon zu wachsen wird erhöht. Zudem sollte gegebenenfalls die Aussaatstärke angepasst werden. Besonders in trockeneren Regionen ist es ratsam die Saatstärke präzise an die verfügbare Bodenfeuchte anzupassen.
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