Bei der Feldbesichtigung stehen die Merkmale Sortenreinheit, Gesundheit und Befruchtungslenkung im Vordergrund. Unerwünschte Befruchtungen, sei es durch Selbstbefruchtung oder durch die Einkreuzung anderer Sorten von benachbarten Vermehrungsbeständen führen zu Qualitätsverlusten. Eine Überprüfung der Sortenechtheit und Sortenreinheit ist durch den Nachkontrollanbau der Anerkennungsstellen im Folgejahr möglich. Eine sofortige Qualitätskontrolle liefert seit Jahren die Elektrophorese der Speicherproteine mit Hilfe des Laborvergleichs der Proteinmuster von Vater-, Mutterlinie und Hybride.
Um unerwünschte Befruchtungen auszuschließen, muss bei der Saatmaisvermehrung auf sorgfältige und rechtzeitige Entfahnung der Mutterpflanzen und die Einhaltung von Mindestentfernungen zwischen Vermehrungsbeständen und Konsummais geachtet werden. Sofern der Vermehrungsbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung abgeschirmt ist, ist ein Mindestabstand von 100 m ausreichend. Im anderen Fall ist eine Distanz von 200 m sicherzustellen.