Beschreibung der Ernteprodukte

Von allen Maisfuttermitteln hat der Futter (Silo) -mais die größte Bedeutung, 40 % der Maisanbaufläche entfallen auf diese Verwertungsform. Bei Silomais wird die ganze Pflanze geerntet, gehäckselt und einsiliert. Für den Futterwert spielt allerdings der Kornanteil die entscheidende Rolle. Das optimale Vegetationsstadium für die Ernte ist deshalb das Ende der Teigreife der Körner.      

Lieschkolbenschrot (LKS) ist ein Maisprodukt, das im Wesentlichen aus dem Maiskolben (Körner und Spindel) und den ihn umschließenden Hüllblättern (Lieschen) besteht. Der Anteil an Lieschblättern und oberen Pflanzenteilen hängt davon ab, ob und in welchem Umfang bei der Ernte Grobbestandteile abgesiebt werden. Dadurch wird der Futterwert entsprechend beeinflusst.       

Das Korn-Spindel-Gemisch (Corn-Cob-Mix - CCM) enthält Maiskörner und etwa 30 - 80 % der Maisspindel. Die Spindel ist zwar relativ nährstoffarm, sie enthält jedoch nennenswerte Mengen an Zucker, der sich günstig auf die Silierung auswirkt. Die Praxis tendiert in den letzten Jahren eindeutig zu niedrigeren Spindelanteilen von ca. 30 %, um die Energiedichte im CCM zu erhöhen. Die Nährstofferträge sind auf nicht weizenfähigen Böden bedeutend höher als im Getreidebau. CCM ist ein typisches Schweinefutter. Es kann allerdings auch als Kraftfutterkomponente bei Milchkühen eingesetzt werden.       


Durch Dreschen des reifen Maises mit dem Kolben wird Körnermais gewonnen. Da der Feuchtigkeitsgehalt in den Maiskörnern beim Drusch noch relativ hoch ist, müssen diese für die Haltbarmachung getrocknet oder in einer geeigneten Weise mit Säuren oder durch Silieren konserviert werden. Handelsfähig ist allerdings nur getrockneter Körnermais, der eine interessante Kraftfutterkomponente in Milchvieh-, Schweine- und Geflügelfutter ist.